Hypoglykämie — was tun bei Unterzuckerung?
adminZuletzt aktualisiert: 17.05.2026
DiabetesHypoglykämieNotfall
Was ist eine Hypoglykämie?
Eine Hypoglykämie ist ein zu niedriger Blutzucker — meist unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l). Sie tritt vor allem bei Menschen auf, die Insulin oder bestimmte Tabletten (Sulfonylharnstoffe) einnehmen. Häufige Auslöser:
- Mahlzeit ausgelassen oder zu spät gegessen
- Ungewohnte körperliche Anstrengung
- Zu hohe Insulin- oder Tablettendosis
- Alkohol auf nüchternen Magen
Wie erkenne ich eine Unterzuckerung?
Typische Warnzeichen:
- Schwitzen, Zittern, Herzklopfen
- Heißhunger
- Blässe, Schwäche
- Konzentrationsstörungen, Verwirrung
- Sprachstörungen, Sehstörungen
- Im schweren Fall: Krampfanfall, Bewusstlosigkeit
15-15-Regel: So handeln Sie
Bei Unterzuckerung mit Bewusstsein:
- 15 g schnelle Kohlenhydrate zu sich nehmen — z. B. 4 Plättchen Traubenzucker, 200 ml Apfelsaft oder Cola (nicht Light), 1 EL Honig.
- 15 Minuten warten, dann Blutzucker messen.
- Liegt der Wert noch unter 70 mg/dl: nochmal 15 g.
- Sobald der Wert wieder normal ist: eine längerfristig wirkende Mahlzeit (Brot, Joghurt, Müsli) folgen lassen.
Bei Bewusstlosigkeit
Nichts in den Mund geben! Stabile Seitenlage, Notruf 112. Angehörige mit Insulin-Diabetes sollten lernen, eine Glukagon-Spritze (oder Glukagon-Nasenspray) zu verabreichen — wir schulen das gerne mit.
Vorbeugen
- Regelmäßige Mahlzeiten
- Vor Sport: zusätzliche Kohlenhydrate oder Insulindosis anpassen
- Traubenzucker immer dabei haben
- Diabetes-Notfallausweis tragen