Blutzucker selbst messen — Anleitung und Zielwerte
Wann sollten Sie Blutzucker selbst messen?
Bei Typ-2-Diabetes ohne Insulin reicht oft die HbA1c-Kontrolle alle drei Monate in der Praxis. Eine regelmäßige Selbstmessung ist sinnvoll bei:
- Insulin-Therapie (bei jeder Mahlzeit, vor dem Schlafengehen)
- Therapieumstellungen
- Akuten Erkrankungen, Stress, Reisen
- Verdacht auf Über- oder Unterzuckerung
- Schwangerschaft mit Gestationsdiabetes
Welche Messgeräte gibt es?
Klassische Stechhilfe-Messung: Kleiner Tropfen Blut aus der Fingerkuppe. Geräte gibt es ab ca. 20 €, Teststreifen sind die laufenden Kosten. Die meisten Krankenkassen erstatten Teststreifen bei medizinischer Notwendigkeit.
CGM (Continuous Glucose Monitoring): Sensor wird für 1–2 Wochen auf den Oberarm geklebt, misst alle paar Minuten automatisch. Wird bei intensiver Insulin-Therapie oder besonderen Indikationen von der Krankenkasse übernommen.
Welche Werte sind normal?
<table><tr><th>Zeitpunkt</th><th>Zielbereich</th></tr><tr><td>Nüchtern</td><td>80–130 mg/dl (4,4–7,2 mmol/l)</td></tr><tr><td>2 Std. nach Mahlzeit</td><td>unter 180 mg/dl (10 mmol/l)</td></tr><tr><td>Vor dem Schlafen</td><td>100–140 mg/dl</td></tr></table>
Individuelle Zielwerte können davon abweichen — besprechen Sie das mit uns.
Wann zur Praxis kommen?
Sofort bei Werten unter 60 mg/dl mit Symptomen oder bei wiederholten Werten über 250 mg/dl. Bei Unsicherheiten: Rufen Sie uns an, wir lotsen Sie durch die Situation.